Wetterau auf Touren
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Ziele des Regionalparks

Übergreifendes Ziel des Regionalparkprojektes ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, dass Freiflächen im Rhein-Main Gebiet erhalten bleiben.

  • Der Regionalpark ist in diesem übergreifenden Sinn ein Projekt der Nachhaltigkeit: denn Voraussetzung für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung ist der Erhalt von Freiflächen.
  • Die Grundidee des Regionalparks ist es, Landschaft aktiv aufzuwerten und den Menschen ihren Wert zu vermitteln.
  • Mit dem Regionalpark soll den Menschen in der Region ein Erholungsangebot vor ihrer Haustüre angeboten werden, das sie ohne großen Aufwand zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können.
  • Die Menschen, die ihre Landschaft kennen und lieben, werden sie auch verteidigen.

Ästhetische Aufwertung

  • Aufwertung von Freiräumen als Landschaft heißt zunächst einmal ästhetische Aufwertung oder genauer: Aufwertung als Erlebnisraum für Menschen.
  • Wenn man in diesem Sinn aufwertet, also aktiv eingreift indem man neue Elemente, Alleen, Aussichtstürme, Kunstwerke, Wiesenstreifen usw. in die Landschaft einfügt, stellen sich Fragen:
  • Was meint man mit dem Begriff Freiraum?
  • Was ist Landschaft? Was meint man mit dem Begriff Kulturlandschaft oder Naturraum?
  • Was macht den Erlebniswert einer Landschaft aus? Was bedeutet der Begriff „Eigenart" einer Landschaft?
  • Ein wichtiger Aspekt der Eigenart einer Landschaft sind die noch sichtbaren und manchmal auch nicht sichtbaren Zeugnisse ihrer Geschichte und im weiteren Sinn auch die Brauchtümer und besonderen Denkweisen der Menschen, die in ihnen leben.
  • Neben der Kategorie der Eigenart einer Landschaft, wird man, wenn man sich mit ästhetischer Aufwertung einer Landschaft beschäftigt, nicht um die Frage herum kommen, was und wie wir Landschaft wahrnehmen.
  • Wir können etwas nur wahrnehmen, wenn wir das, was wir sehen, kennen oder erkennen. Wir können es nur schön oder hässlich finden, weil wir Maßstäbe für Schön oder Hässlich erlernt haben.
  • Frühere Generationen haben Landschaft anders wahrgenommen und geschätzt als wir heute. Landschaftswahrnehmung und Landschaftsästhetik ist nicht statisch, sie entwickelt sich.

Ökologische Aufwertung

  • Ein Ziel des Regionalparkprojektes ist es auch, Landschaft „ökologisch" aufzuwerten und den Menschen die Bedeutung und die Gefährdungen der ökologischen Qualität nahe zu bringen.
  • Dabei verfolgt der Regionalpark nicht die Strategie, neue Schutzgebiete auszuweisen, sondern er führt die Regionalparkrouten so, dass solche geschützten Räume tangiert werden können, damit Menschen hinein sehen und etwas darüber erfahren können - ohne etwas kaputt zu machen.
  • Mit dem Regionalpark werden auch neue ökologisch wertvolle Elemente und Strukturen in der Landschaft geschaffen, werden Alleen angelegt, Wiesen, Streuobstwiesen, Feuchtwiesen geschaffen; es werden Auen, Biotope angelegt, Bäche renaturiert.

Auch hier stellen sich Fragen:

  • Was bedeutet der Begriff'Ökologie", was meint der Begriff Landschaft aus ökologischer Perspektive? Was versteht man unter „Naturräumen" oder „naturräumlichen Einheiten"?
  • Was ist mit dem Begriff „Biotop" gemeint, was ist ein „Sekundärbiotop", was bedeutet „Stadtbiotop"?
  • Was sind gesetzlich geschützte Biotope? Was versteht man unter Biodiversität, was sind „geschützte Arten"?

Regionalpark und Landwirtschaft

  • Nicht alle Ziele, die mit dem Regionalpark verfolgt werden, sind untereinander ohne weiteres vereinbar.
  • So gehen die Flächenansprüche, die mit der Anlage von Wiesen, Alleen, Baumhainen und dergleichen an den Regionalparkrouten verbunden sind, in aller Regel auf Kosten landwirtschaftlicher Flächen. Spaziergänger werden von Landwirten nicht selten als störend empfunden, weil sie bei der Bewirtschaftung im Wege stehen.
  • Es ist aber Ziel des Regionalparks Landwirtschaft im Ballungsraum zu erhalten. Einmal, weil nur über die Landwirtschaft der Großteil der Freiflächen gepflegt werden kann.
  • Zum anderen soll über den Regionalpark die Funktion von Landwirtschaft nicht nur für die Erzeugung von Nahrungsmitteln sondern für das Erscheinungsbild und den Erlebniswert von Kulturlandschaft deutlich gemacht werden.

Regionale Identität

  • Der Regionalpark bietet die Chance, regionale Identität zu entwickeln ohne lokale Identität zu unterdrücken. Er ist zugleich ein regionales und ein lokales Projekt, das aus vielen Einzelbeiträgen der Kommunen und der Bürger entsteht. Jenseits des jeweils örtlichen Wertes wird etwas geschaffen, das mehr ist, als die Summe seiner Einzelteile.
  • Identität oder Identifizierung entsteht durch „Mitmachen". Alle Regionalparkprojekte entstehen deshalb in Zusammenarbeit mit Kommunen und auf diesem Weg auch von Fall zu Fall auch mit Bürgern.
  • Wichtige Identitätsstiftende Elemente können Zeugnisse der jeweils lokalen Historie sein.

Positiver Standortfaktor im Wettbewerb der Regionen

Die Region Frankfurt / Rhein-Main konkurriert mit viel größeren europäischen Regionen. Gebunden ist der Erfolg in dieser Kon­kurrenz an die Menschen, die mit Wissen, Kreativität und Energie die Region zu einem dynamischen, interessanten Raum machen. Gut ausge­bildete Leute erwarten adäquate Bezahlung und Lebensqualität, die ihnen die Region, in der sie leben, bieten soll. Zu dieser Lebens­qualität gehört Landschaft -Freizeit in der Landschaft.

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