Wetterau auf Touren
Wetterau auf Touren

Radtour: Frankfurter Wäldchestour

Beginnt am 19.05.19 10:15
Kategorien: Radtouren
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Die Kulinarische Radtour in und durch Frankfurts Stadtwald

Die Radtour führt in Frankfurts Süden. Hier befindet sich der Stadtwald von Frankfurt. Er umfasst 35 km² und bedeckt etwa 14 % von Frankfurts Stadtgebiet und ist einer der größten städtischen Waldflächen Europas. Er ist Teil des historischen Bannwalds Dreieich der im Norden bis zum heutigen Bad Vilbel reichte. Angelegt von den staufischen Kaisern bildete er mit der fruchtbaren Wetterau das „terra imperij“, das Königsland. Seit dem Jahre 1372 ist der Wald im Besitz der Stadt Frankfurt. Heute wird der Wald hauptsächlich für Bildung, Freizeit und Erholung sowie in geringerem Maße weiterhin forst- und landwirtschaftlich genutzt.

Diese Radtour nutzen die Gäste nicht nur um den Abwechslungsreichtum von Frankfurts „grüne Lunge“, sondern auch um Gaumenfreuden zu genießen. An drei Stationen wird jeweils ein Gang eines 3-Gänge-Menüs serviert. Diese Tour spricht gleichermaßen alle Sinne an. Sehr ruhige Bereiche wechseln mit Lauten ab. Für ein Erlebnis sorgen auch die „komischen Kunstwerke“, die von namhaften Künstlern entlang des „Grüngürtels“ geschaffen wurden.

 "Erfahren" Sie selbst einmal die grüne Stadt Frankfurt, oder etwas über das Vorhaben „Green City Frankfurt“, einem Ziel das sich Frankfurt zur Aufgabe gemacht hat und in dem der Stadtwald sicherlich eine große Rolle spielt. Gästeführer Eckhardt Riescher zeigt ihnen die Vielfalt des Waldes und der sich darin entwickelten Flora und Fauna. Er berichtet aber auch von dem Wandel, dem dieser Wald unterworfen ist.

Die 30 km lange Radtour startet an der Hauptwache, dem Zentrum der Stadt. Durch die Wallanlagen geht es Richtung Main, Frankfurts Lebensader. Vorbei am Eisernen Steg führt der Weg immer entlang des Mains, vorbei an der EZB und der Weseler Werft zum Osthafenpark. Nach einem kurzen Halt führt die Tour über die Honsell- und Osthafenbrücke auf die südliche Mainseite. Richtung Offenbach geht es weiter bis zum Ich-Denkmal. Dann führt die Tour auf dem Grüngürtel-Radweg vom Mainufer weg, vorbei an den Grüne-Soße-Häusern, durch Oberrad bis zum Goetheturm, oder zu dem, was von ihm übriggeblieben ist. Er ist abgebrannt, nur noch verkohlten Reste sind zu sehen. Er viel Brandstiftern zum Opfer. Für die Frankfurter ist gewissermaßen der Goetheturm ein Identifizierungspunkt. Sicher ist, er wird wieder entstehen, das bezeugen die vielen Spenden von Privatleuten und Unternehmen. Das Ausflugslokal „Goetheruh“ ist die erste Station der Reise, hier wird eine erste Pause eingelegt und der erste Gang (Vorspeise) eingenommen.

Im Verlauf der weiteren Strecke wird nicht nur der Grüngürtel-Radweg genutzt, sondern auch die Regionalpark-Route. Sie führt entlang der Stadtgrenze zu Neu-Isenburg. Am „Frankfurter Haus“ wird die Darmstädter Landstraße überquert und ein Waldweg führt zur 2. Station der Reise. Am Jakobiweiher, dem beliebtesten Ausflugsziel im Stadtwald, wird wieder Rast gemacht. Im Restaurant „Oberschweinstiege“ wird der 2. Gang (Hauptspeise) unseres Menüs serviert. Im Wechsel von Grüngürtel-Radweg und Regionalpark-Route wird am Bahnhof Neu-Isenburg der südlichste Punkt der Tour erreicht. Zuvor führte die Strecke an zwei Bildungsstätten, zum einen am Grüngürtel-Schulheim, zum anderen am StadtWaldHaus vorbei. Ab jetzt führt der Weg wieder Richtung Norden. Entlang der Otto-Fleck-Schneise verläuft Frankfurts lautester, verkehrsreichster Bereich. Hier befindet sich Frankfurts südliches Einfahrtstor und auch das Waldstadion. Spätestens bei jedem Heimspiel von Eintracht Frankfurt wird es nicht nur laut, sondern der Wald ist auch voller Autos. Hier befinden sich die Großparkplätze des Waldstadions. Obwohl dieses Stadion heute „Commerzbank-Arena“ heißt, ist es für Frankfurter immer noch das Waldstadion. Ein Identifizierungspunkt mit dem Stadtwald. Der bekannteste Identifizierungspunkt mit dem Stadtwald ist der „Wäldchestag“, dessen Gelände am Ende der Otto-Fleck-Schneise liegt. Zu diesem traditionellen Volksfest, dass jedes Jahr am Pfingstdienstag sattfindet, hatten alle Bürger zu erscheinen. Bis in die 1990er Jahre hatten die Frankfurter Geschäfte am Nachmittag geschlossen und die Arbeitnehmer ab 12 Uhr frei, damit sie ins Wäldchen ziehen konnten. Der Wäldchestag galt im Volksmund als „Frankfurter Nationalfeiertag“. Der Frankfurter Mundartdichter und Satiriker Friedrich Stoltze reimte 1853:

„In Wald, da muß heut Jedes,

Zu Kutsch, zu Pferd, per Eisebah,

Zu Nache un per Pedes.

Un alle Läde un Condorn,

Die wern geschlosse; Alles!

Die Zeil leiht da, wie gottverlorn,

Un leer is selbst der Dalles! …“

Am ehem. Oberforsthaus verläuft die Strecke weg vom Lautbereich und nach kurzer Zeit wird die 3. Station erreicht. In der Nähe des S-Bahnhofs Louisa befindet sich die „Buchscheer“, das Ausflugslokal für Insider. Hier sind die Frankfurter unter sich und genießen ihr Stöff´che. Dort wartet nicht nur eine weitere Pause, sondern der 3. Gang (Nachspeise) des Menüs. Von der „Buchscheer“ führt die Tour durch Sachsenhausen auf direktem Weg zurück zur Hauptwache.    

Uhrzeit: ab 10.15 Uhr (Bitte 15 Minuten vor Tourenbeginn am Treffpunkt sein!

Treffpunkt: Frankfurt a.M., Uhrtürmchen an der Hauptwache

Preis: 59 € pro Person

Führung: Gästeführer Regionalpark RheinMain Eckhardt Riescher

Dauer: ca. 6 Stunden

Zusammenarbeit: Regionalpark RheinMain. Buchung unter www.frankfurter-stadtevents.de

 

 


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